Jagen nach Ihr
Legst dich auf die Lauer,
dort an Orten voller grauer,
undurchsichtiger Steine.
Siehst sie, willst sie jagen, rennst schnell
Die Farbe ihrer wirkt in den Augen deiner grell.
Jagst sie durch geäst, über Steine und Wege,
der Wind kämpft gegen dich als ob er ein Gegner wäre,
übermachtig groß und nicht zu sehen,
kaum die kraft ihm entgegen zu stehen.
Doch möchtest sie fangen, gibst nicht auf,
sags dir selber, ich muss, ich lauf
Weiter ohne ruh, sie gibt auch nicht auf.
Läuft über Wiesen, Täler, und Berge herauf.
Doch Plötzlich bleibt sie stehen, ganz ruhig, holt Luft
Kommst ihr nahe, riechst der ihren Duft.
Wirst ruhig, die müh vergessen,
von dem Anblick regelrecht besessen.
Willst sie berühren und auch halten,
Kniest dich nieder und streckst deine kalten,
von der Jagd zerschunden Hände nach ihr.
Vor dir liegt deine Chance, deine Begier.
Hält sie fest, behutsam und voller Vorsicht,
zart und klein, angst das sie in Händen zerbricht.
Erst wer sie gesehn, gejagt und gefangen,
kennt ihren Wert, der Liebe und wird um diese kämpfen und um sie bangen.